Hanna im Profil

Hanna im Profil

1932
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Das Porträt von Hanna im Profil wurde 1932 im Monatsmagazin „Uhu“ publiziert und stammt aus einer Serie zur Frisurenmode, die zwischen 1931 und 1935 in Yvas Atelier entstand. Diese Jahre stellen die produktivste Zeit im Schaffen von Yva dar, in der sich ihr Atelier als eines der meistgefragten der Berliner Modewelt etabliert hatte. Sie erhielt regelmäßig Aufträge von Magazinen und Zeitschriften und reüssierte sowohl mit Mode- als auch Werbeaufnahmen und Bildgeschichten. Längst hatte sie ihren eigenen Stil der Inszenierung von Mode und Modell entwickelt, der durch raffinierte Lichtführung und den Verzicht auf einen attributiven Einsatz des Raums gekennzeichnet ist. Auch Requisiten kommen kaum zum Einsatz: im Mittelpunkt steht das Modell mit seiner charakteristischen Ausstrahlung.

Yva – Else Ernestine Neuländer-Simon (1900–1942)

Zeitgenossen nahmen die Arbeiten der Berliner Fotografin Yva als denen eines Man Ray oder László Moholy-Nagy ebenbürtig wahr. Yva selbst, mit bürgerlichem Namen Else Neuländer, sah sich in erster Linie als Gebrauchsfotografin. Neben Aufträgen von illustrierten Magazinen und Modezeitschriften fertigte Yva Porträts von Künstlern, Tänzerinnen und Schauspielern, aber auch Tierporträts und Werbeaufnahmen. Die spätere Lehrmeisterin von Herbert Newton gründete schon mit 25 Jahren ihr eigenes Atelier und wurde insbesondere mit ihren Modeaufnahmen schnell bekannt. Mit seiner hoch professionalisierten, nachfrageorientierten Arbeitsweise hatte sich Yvas Atelier mit seinen bis zu 10 Mitarbeitern 1934 endgültig als eines der gefragtesten auf dem Gebiet der Modefotografie in Berlin durchgesetzt. Als die Nationalsozialisten 1938 ein Arbeitsverbot für jüdische Bürger verhängten, dem Yva aufgrund ihrer Herkunft unterlag, endete diese Erfolgsgeschichte jedoch wenige Jahre später. Erst Mitte der Neunzigerjahre des 20. Jahrhunderts wurde das zwischen 1925 und 1938 entstandene Werk dieser Grande Dame der Modefotografie wiederentdeckt und in seiner Bedeutung für die Entwicklung sowohl der Kunst- als auch der Gebrauchsfotografie der Moderne gewürdigt.

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