Die Tänzerin Toni Freeden

Die Tänzerin Toni Freeden

1928
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Berlin war in der Zwischenkriegszeit, den legendären „Goldenen Zwanziger Jahren“, eine – wenn nicht sogar die – Metropole des experimentierfreudigen europäischen Theaters, des Films, der Operette und der Malerei; daneben pulsierten in den Revuetheatern, Kabaretts und Variétés das Leben. Berlin trug Bubikopf und tanzte Foxtrott, Schimmy, Tango und Charlston, während mit der Aufhebung des NSDAP-Verbots sich schon der Schatten der dunklen Jahre des Nationalsozialismus über die Stadt legten.

Die Fotografie entwickelte sich zu dieser Zeit zum Massenmedium. Berufsfotografen wie Yva spezialisierten sich auf Presse- oder Werbefotografie und erschlossen sich dadurch neue Märkte für den Verkauf und die Veröffentlichung ihrer Arbeiten. Neben den Auftragsarbeiten für Zeitungen und Zeitschriften waren aber auch Porträtaufnahmen von Schauspielern, Tänzerinnen oder anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ein beliebtes Betätigungsfeld. Sie wurden den Magazinen angeboten, die vor allem durch exklusives und umfangreiches Bildmaterial das Lesepublikum zum Kauf anregen wollten.

Eines dieser Magazine war „Die Dame. Journal für den verwöhnten Geschmack“ und erschien als illustrierte Modezeitschrift zwischen 1911 und 1943 im Ullstein-Verlag. In der Ausgabe 8/1928 veröffentlichte Yva auf Seite vier ein Porträt von Toni Friedländer-Belling, der Frau des Bildhauers Rudolf Belling, die sich als Tänzerin Toni Freeden nannte. Ihre szenisch-abstrakten Tanzaufführungen müssen als Beitrag zur Entstehung neuer Bewegungsideale im modernen Tanz entstanden sein.

 

Zeitgenossen nahmen die Arbeiten der Berliner Fotografin Yva als denen eines Man Ray oder László Moholy-Nagy ebenbürtig wahr. Yva selbst, mit bürgerlichem Namen Else Neuländer, sah sich in erster Linie als Gebrauchsfotografin. Neben Aufträgen von illustrierten Magazinen und Modezeitschriften fertigte Yva Porträts von Künstlern, Tänzerinnen und Schauspielern, aber auch Tierporträts und Werbeaufnahmen. Die spätere Lehrmeisterin von Herbert Newton gründete schon mit 25 Jahren ihr eigenes Atelier und wurde insbesondere mit ihren Modeaufnahmen schnell bekannt. Mit seiner hoch professionalisierten, nachfrageorientierten Arbeitsweise hatte sich Yvas Atelier mit seinen bis zu 10 Mitarbeitern 1934 endgültig als eines der gefragtesten auf dem Gebiet der Modefotografie in Berlin durchgesetzt. Als die Nationalsozialisten 1938 ein Arbeitsverbot für jüdische Bürger verhängten, dem Yva aufgrund ihrer Herkunft unterlag, endete diese Erfolgsgeschichte jedoch wenige Jahre später. Erst Mitte der Neunzigerjahre des 20. Jahrhunderts wurde das zwischen 1925 und 1938 entstandene Werk dieser Grande Dame der Modefotografie wiederentdeckt und in seiner Bedeutung für die Entwicklung sowohl der Kunst- als auch der Gebrauchsfotografie der Moderne gewürdigt.

Limitierter Fine-Art-Print. Auflage: 150 Exemplare. © ullstein bild
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