Max Missmann und die großen Jahre der Architekturfotografie

Story
03.2015

Max Missmann und die großen Jahre der Architekturfotografie

Burgstraße, Friedrichsbrücke über die Spree und Berliner Dom
Gendarmenmarkt

Seinen größten Schatz, die kostbaren Objektive seiner Großformat-Plattenkameras, bewahrte er stets unter seinem Bett auf. Für den Transport der schweren Ausrüstung beschäftigte er einen eigenen Lohndiener und seine Motive erreichte er zumeist mit einem Taxi. Auch wenn die Jahre zwischen dem letzten Drittel des 19. und dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts als das "Goldene Zeitalter" der Architekturfotografie bezeichnet werden, war die Arbeit alles andere als ein Zuckerschlecken. Inmitten einer großen Konkurrenz war Max Missmann vor dem I. Weltkrieg einer der führenden Architektur-fotografen in Berlin. Nach einem Bombenangriff auf sein Atelier und dem Tod des Fotografen drohte sein Werk verloren zu gehen.

Missmanns Renaissance nach 1988 verdankt sich vor allem der klugen Ankaufspolitik des Berliner Märkischen Museums. Das spätere Berliner Stadtmuseum hatte zwischen 1905 und 1943 fast 1.100 Originalabzüge angekauft, wodurch ein einzigartiges fotografisches Werk zur Berliner Stadtarchitektur zumindest in Teilen überdauern konnte. Nun hat TIME TUNNEL IMAGES in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Berlin eine limitierte Fine-Art-Print-Edition von ausgesuchten Fotografien Max Missmanns veröffentlicht.

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