Kampf gegen sowjetische Panzer - Demonstranten blockieren Panzerketten

Kampf gegen sowjetische Panzer - Demonstranten blockieren Panzerketten

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David gegen Goliath

Nachdem sowjetische Panzer der völlig überforderten Volkspolizei zu Hilfe gekommen waren, um die Massenproteste im Zentrum Berlins aufzulösen und „Ruhe und Ordnung“ wieder herzustellen, wurde die Wut der Demonstranten auf diese Symbole der absoluten militärischen Überlegenheit des ehemaligen Besatzers umgelenkt. Im Nachhinein und insbesondere auf den historischen Fotos erscheinen die Angriffe der Demonstranten auf die heranrückenden Panzer mit bloßen Händen und Steinen wie ein modernes Sinnbild des Kampfes zwischen David und Goliath. Die eingesetzten sowjetischen Truppen hatten indes ein striktes Schießverbot erhalten, ihre bloße Anwesenheit und die Drohgebärde des großen Geschützes sollte zur Einschüchterung ausreichen. Einzelne Soldaten sollen sich nach Augenzeugenberichten sogar zunächst solidarisch mit den Aufständischen gezeigt und ihnen zugewunken haben. Mit Verhängung des Ausnahmezustands über ganz Ost-Berlin um 13 Uhr, nachdem die ersten Schüsse in die Menge gefallen und die ersten Todesopfer zu beklagen waren, wurde der bittere Ernst dieses militärischen Aufmarsches aber bald offensichtlich.

Viele der Fotos, die am 17. Juni gemacht wurden, können heute nicht mehr eindeutig einem Urheber zugeordnet werden. In Ostberlin wurden Pressefotografen teilweise von Sicherheitskräften, der Polizei oder Befürwortern des SED-Regimes daran gehindert, das Geschehen fotografisch festzuhalten. Bekannt ist inzwischen, dass die Pressefotos, die kurz nach den Ereignissen vor allem in der westdeutschen und internationalen Presse unter dem Pseudonym „xyz“ veröffentlicht wurden, mit einer in einem Buch versteckten Kamera von Richard Perlia gemacht wurden. Dieser hatte seine Autorschaft bis wenige Jahre vor seinem Tod 2012 geheim gehalten.

Die von Time Tunnel Images ausgewählten Bilder des 17. Juni sind alle aus dem Archivbestand von Ullsteinbild, einem der bedeutendsten Pressebildarchive weltweit. Zunächst Teil des 1877 in Berlin gegründeten Ullsteinverlags, wurde das Bildarchiv nach dem Zweiten Weltkrieg von der Axel Springer AG übernommen und ist heute im Besitz von mehr als 12 Millionen fotografisch aufgenommenen Motiven auf verschiedenen Bildträgern. Die historischen Fotografien, von denen die ältesten aus der Zeit der Erfindung der Fotografie um 1890 stammen, werden nach und nach digitalisiert. Die Themenschwerpunkte des Bildbestands liegen im Bereich von Politik, Geschichte, Kunst und Sport. Daneben sind auch Gemälde, Illustrationen, Lithografien und Stiche sowie Karten und Plakate im Besitz von Ullsteinbild.

Fine Art Print. © ullstein bild
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