Die Stoppelstrickerin

Die Stoppelstrickerin

1933
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Die Machtergreifung der Nationalsozialisten wirkte sich besonders auf das Leben in Berlin unmittelbar aus. Ein wichtiges Instrument der NS-Propaganda waren von Anfang an die Medien. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich in Berlin eine unüberschaubare Anzahl von Zeitungen, Zeitschriften und illustrierten Magazinen gegründet und der Presseboom nahm auch Anfang der Dreißigerjahre noch kein Ende.

Das Bild eines vielleicht fünfjährigen Mädchens in kurzem Häkelkleid, weißen Söckchen und Lackschuhen erschien in den Ausgabe 20/1933 auf einer Modeseite der „Berliner Illustrierten Zeitung“. Unter dem Aufmacher „Alles strickt und häkelt“ wurde die Handarbeit als wiederentdecktes Betätigungsfeld der „modernen Frau“ angepriesen: „schon entwickelt sich ein neues Kunsthandwerk auf dieser Basis, gleichzeitig bemächtigt sich die Mode dieser Vorliebe und schafft eine Vielzahl der kleidsamen Entwürfe, die den Frauen zur Anregung und Nachahmung dienen.“ 

Yva – Else Ernestine Neuländer-Simon (1900–1942)

Zeitgenossen nahmen die Arbeiten der Berliner Fotografin Yva als denen eines Man Ray oder László Moholy-Nagy ebenbürtig wahr. Yva selbst, mit bürgerlichem Namen Else Neuländer, sah sich in erster Linie als Gebrauchsfotografin. Neben Aufträgen von illustrierten Magazinen und Modezeitschriften fertigte Yva Porträts von Künstlern, Tänzerinnen und Schauspielern, aber auch Tierporträts und Werbeaufnahmen. Die spätere Lehrmeisterin von Herbert Newton gründete schon mit 25 Jahren ihr eigenes Atelier und wurde insbesondere mit ihren Modeaufnahmen schnell bekannt. Mit seiner hoch professionalisierten, nachfrageorientierten Arbeitsweise hatte sich Yvas Atelier mit seinen bis zu 10 Mitarbeitern 1934 endgültig als eines der gefragtesten auf dem Gebiet der Modefotografie in Berlin durchgesetzt. Als die Nationalsozialisten 1938 ein Arbeitsverbot für jüdische Bürger verhängten, dem Yva aufgrund ihrer Herkunft unterlag, endete diese Erfolgsgeschichte jedoch wenige Jahre später. Erst Mitte der Neunzigerjahre des 20. Jahrhunderts wurde das zwischen 1925 und 1938 entstandene Werk dieser Grande Dame der Modefotografie wiederentdeckt und in seiner Bedeutung für die Entwicklung sowohl der Kunst- als auch der Gebrauchsfotografie der Moderne gewürdigt.

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